Neue Strukturen für sportlichen Erfolg
24.08.2020

Swiss PGA Tour Players

Marco Iten / Kim Métraux / Jeremy Freiburghaus

Die Swiss PGA hat ihre Strukturen im Bereich «Playing» angepasst. Das traditionelle Captain-Amt wurde abgeschafft. Die Aufgaben des Verbands-Captains haben zwei Vorstandsmitglieder – Swiss-PGA-Vizepräsident Marc Chatelain und Gianluca Patuzzo – unter sich aufgeteilt. Beide arbeiten ehrenamtlich und kümmern sich um die verbandseigenen Turniere (Patuzzo) bzw. die administrativen Belange der Verbandsmitglieder mit Playing Status (Chatelain). Mit Performance Manager Stuart Morgan steht den Mitgliedern des Swiss Golf Teams ein weiterer Fachmann zur Seite; Morgan arbeitet in einem 50-Prozent-Pensum für dieses Team. Sein Engagement wird von den Verbänden Swiss Golf und Swiss PGA finanziert.

Marc chatelain

Marc Chatelain

Swiss-PGA-Vizepräsident Marc Chatelain verantwortet das Ressort «Member Support Playing Professionals». Was heisst das konkret? «Primär geht es darum, Bewerber für eine Playing-Mitgliedschaft zu evaluieren, ihre Business Pläne zu prüfen und bei Eignung diese Golfer dem Vorstand und der Generalversammlung zur Aufnahme vorzuschlagen», erklärt Chatelain. Ablehnen habe er noch niemanden müssen, wohl aber einen nachgebesserten Business Plan einfordern. Aktuell zählt die Swiss PGA 33 Playing Member. «Während des Jahres habe ich wenig Kontakt mit diesen Mitgliedern. Zum Saison- bzw. Jahresende hin werden die Playing Pros kontaktiert und wir prüfen, ob die für eine Playing-Mitgliedschaft notwendigen Kriterien erfüllt sind», so der Vizepräsident. Zu diesen Kriterien zählt unter anderem die Teilnahme an einer bestimmten Anzahl Turniere und die Teilnahme an der Qualifying School. «Diese werden wir im Corona-Jahr 2020 aber angepasst müssen.» Er erwartet für die kommenden Monate auch keine neuen Playing-Kandidaten: «Da es im Herbst 2020 keine Qualifiying School und damit auch keine Möglichkeit zum Erspielen einer Tourkarte geben wird, werden die aktuellen Kandidaten für einen Wechsel zu den Pros wohl mindestens bis Herbst 2021 Amateur bleiben.»

Pattuzzo

Gianluca Patuzzo

Vorstandsmitglied Gianluca Patuzzo, zuständig für den «Member Support Tournaments», leistet seinen ehrenamtlichen Einsatz für die Swiss PGA während der Saison. Er ist bei den Swiss-PGA-Turnieren das Gesicht des Verbands und repräsentiert diesen gegenüber den Turnierteilnehmern sowie den Vertretern des Golfclubs, auf dessen Anlage gespielt wird. Patuzzo ist Ansprechpartner vor Ort, kümmert sich um den Preisgeld-Breakdown und prüft Start- sowie Ranglisten in Zusammenarbeit mit dem Swiss PGA Office. «Seit letztem Jahr verwenden wir die App ‚Golf Genius‘ um via Live Scoring Spieler, Clubmitglieder und Fans über das Geschehen auf dem Platz zu informieren», erklärt Patuzzo. Der Tessiner beweist bei den Swiss-PGA-Events jeweils seine Multi-Tasking-Fähigkeit, indem er nicht nur für die Organisation verantwortlich zeichnet, sondern selbst im Teilnehmerfeld steht und gutes Golf spielt. Im Corona-Jahr 2020 ist die Zahl seiner Einsätze aber ebenfalls geringer: «Wir organisieren vier Swiss PGA Tour-Events, die jeweils über zwei Tage bzw. 36 Löcher gespielt werden und zu denen jeweils auch ein ProAm gehört. Dazu kommt die dreitägige Swiss PGA Championship, die über 54 Löcher gespielt wird, und die ebenfalls mit einem ProAm gekoppelt ist. Unser traditionelles Saisonauftakt-Turnier, die Team Championship, ist leider dem Lockdown zum Opfer gefallen», so Patuzzo.

Auch für Stuart Morgan, der sich im Auftrag von Swiss Golf und Swiss PGA um die Mitglieder des Swiss Golf Teams kümmert, hatte die Corona-Krise Änderungen im Arbeitsablauf bedingt. Als Performance Manager arbeitet mit neun Playing Professionals zusammen, evaluiert deren Spiel und Form und hilft ihnen, sich zu verbessern und die Karriere Schritt für Schritt voranzutreiben. Dem Swiss Golf Team gehören in diesem Kalenderjahr Albane Valenzuela, Kim und Morgane Métraux, Joel Girrbach, Jeremy Freiburghaus, Marco Iten, Luca Galliano, Benjamin Rusch und Mathias Eggenberger an. In normalen Jahren nutzt Morgan die Heimturniere der Schweizer auf der European und der Challenge Tour, um seine Schützlinge auf dem Platz und im Ernsteinsatz zu beobachten. «Die Spieler live im Turnier zu beobachten ist entscheidend um gutes Feedback und Unterstützung zu geben. Ich erkenne dabei das Umfeld und das Verhalten der Spieler und kann dies besser analysieren, als wenn ich mich nur auf deren Schilderungen verlassen muss», erklärt Morgan. Er ist ein Verfechter der persönlichen Anwesenheit von Coaches bei Turnieren – gerade im Profibereich. «In keinem anderen Sport fehlen die Trainer bei Wettkämpfen auf Topniveau», sagt Morgan.

Stuart Morgan

Stuart Morgan

Im Corona-Sommer 2020 sind die internationalen Wettkämpfe ausgeblieben. Das Team um Stuart Morgan hat die Zeit genutzt, um für das Swiss Golf Team neue Trainingsformen einzuführen. Seit Juni finden zweimal pro Monat «Performance Days» statt, zu welchen Morgan das Swiss Golf Team und abwechselnd ausgewählte Top-Amateure einlädt. Trainiert wird auf verschiedenen Anlagen in der Schweiz unter Anleitung des Performance Coachs und mit Unterstützung der Swiss-PGA-Mitglieder Roberto Francioni und Russell Warner. «Das Feedback zu diesen ersten Performance Days war sehr gut», freut sich Swiss-PGA-Vizepräsident Marc Chatelain, der in seiner Funktion als Chef Leistungssport bei Swiss Golf ebenfalls bei diesen Trainings im Einsatz gestanden hat. «Das Swiss Golf Team war mit Ausnahme der im Ausland lebenden Albane Valenzuela meist vollständig vertreten», so Chatelain. Auch wenn das internationale Turniergeschehen nun wieder anläuft, an den Performance Days will der Verband festhalten und diese während der Saison 2021 weiterführen. Ergänzend werden ab Oktober mehrtägige Performance und Preparation Camps für die Mitglieder des Swiss Golf Teams durchgeführt; dies hauptsächlich in den Wintermonaten und zwar in der neuen Winter-Basis von Swiss Golf, dem Lumine Golf bei Barcelona. Das Swiss Golf Team hat während zwölf Wochen (von Anfang Januar bis Ende März) Zugang zur Trainingsinfrastruktur.

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